Amphibienschutz
Eine wichtige Aufgabe des NVR ist der Schutz der Amphibienwanderung.
Aktuell:
Von Mitte Feburar bis Ende März betreut der Naturschutzverein Regensdorf zwei Amphibienzugstellen in der Gemeinde. Details siehe unten. Amphibien-Information der Gemeinde Regensdorf (5.2.26).
Rückblick auf das Amphibienevent vom 22.3.26
Jedes Jahr begeben sich Tausende von Amphibien auf die beschwerliche Reise zurück zu den Gewässern ihrer Geburt, um sich fortzupflanzen. Wie eine Erdkröte diese Reise erlebt, zeigt dieser 6-minütige Kurzfilm.
Sobald im Frühling in feuchten Nächten die Temperaturen wenige Grad über der Nullgrad-Grenze liegen, beginnen verschiedene Amphibien (Frösche, Erdkröte und Molche) ihre Laichplätze aufzusuchen. Auf ihrem Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer legen sie Strecken von mehreren hundert Metern zurück. Dabei sind sie oft gezwungen, Wege und Strassen zu überqueren.
Da die Tiere in der Nacht meist in grossen Zügen unterwegs sind, werden sie von den Fahrzeugen in Massen überrollt, was den Fortbestand der gesamtschweizerisch geschützten Tiere weiter gefährdet.
Jedes Jahr werden in der Schweiz von Amphibien-Freunden, SchülerInnen und weiteren fleissigen HelferInnen über tausend Amphibien über die Strasse getragen. Rund 200 Helfergruppen übermitteln der Koordinationsstelle für Amphibien- & Reptilienschutz in der Schweiz (karch) regelmässig ihre Statistiken, so auch der NVR (Koordination: Fränzi).
Leider können wir noch nichts machen, um die Rückwanderung der jungen Amphibien, den sogenannten Froschregen, zu unterstützen.
Die Amphibien-Wanderrouten in Regensdorf sind:

H: Vom Gubristwald zum Harlacherweiher
Ch: von Norden zum oberen Chatzensee.
An beiden Stellen wird die Wanderung durch einen Amphibienzaun gestoppt. Die Amphibien müssen dem Zaun entlang hoppeln, bis sie in einen der etwa Dutzend Kübel fallen. Von zahlreichen Helfern werden diese Kübel am Morgen über die entsprechenden Strassen zum Laichplatz getragen. So werden jedes Jahr viele Amphibien vom Tod durch Überfahren gerettet. Galerie. Beim Harlacherweiher bleibt der Zaun permanent, beim Katzensee wird er vom Kanton jedes Jahr auf- und abgebaut.

Beim Harlacherweiher werden die Amphibien auch bei der Rückwanderung von einem Zaun erfasst und über die Strasse getragen.

Die Amphibienwanderung variiert stark von Jahr zu Jahr. Interessant – und noch unerklärlich – ist das Maximum um das Jahr 1995. Beim Harlacherweiher ist es erfreulich, dass die Anzahl Grasfrösche wieder zunimmt. Beim Katzensee könnte die Bewirtschaftung der Felder oberhalb des Zauns den Amphibien schaden.
NVR-Amphibienschutz im Furttaler 2017: Hier

Unterhalt der Amphibienzäune
Der Zaun in Katzenrüti wird von der Equipe des Kantons jedes Frühjahr erstellt und auch wieder entfernt.
Am Harlacher Weiher gibt es eine fixe Amphibienzaun-Installation. Hier lässt sich auch der Rückzug der Amphibien zurück in den Wald erfassen.
Statistik 1973-2025
Statistik Katzenrüti in Zahlen (pdf)

