Waldrundgang 12.9.26

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Bericht im Furttaler
Der NVR organisierte am 12. Sept. 26 einen Waldspaziergang. Es nahmen ungefähr 40 Personen teil, die sich auf sachliche Informationen zum emotionalen Thema «Wald» freuten. Erfreulich war auch die Teilnahme von Emil Hänni, Gemeinderat und Präsident der Naturschutzkommission.
Am ersten Stopp erklärte Thomas Hubli die drei grundsätzlichen Aspekte: erstens die Nutzung für Möbel und Schnitzelheizung, zweitens als Schutzwald (in den Alpen) und drittens die Wohlfahrtsfunktionen: z.B. Naturschutz, oder Wald als Ort der Erholung.
Er erwähnte auch die vielen aufeinander folgenden Notfall-Situationen für die Förster: 1999 der Sturm Lothar, 2003 ein Hitzesommer, dann Borkenkäfer an Nadelhölzern und die Eschenwelke. Mit den immer heisseren und trockenen Sommern leiden sogar die Buchen. Nun sind die Trockenschäden und der Eichenprozessionsspinner in den Startlöchern.
Am zweiten Halt, bei einer neuen Wasserfassung, konnten wir sehen, dass die Bäume auf dem Gubrist dank dem feuchten Untergrund weniger gelitten haben als an vielen anderen Stellen in der Nordostschweiz. Dass wir auf einen Buchenstamm am Strassenrand sitzen konnten, zeigt einen Modetrend: Buchenholz für Möbel ist nicht mehr gefragt und wird fast nur noch als Brennholz verwendet .
Am dritten Punkt sahen wir die traditionelle Form des Dauerwaldes. Heute wird auch Totholz liegen gelassen, als Quelle der Biodiversität, welche zu einer Zunahme von Vogelarten wie den Schwarzspecht führte.
Dann kamen wir zur Lenkung des Bestands: An einer Stelle wurden nach der Rodung Douglasien gesetzt zusammen mit Laubbäumen wie Kirsche, an einer anderen Rodung werden besonders die Eichen gefördert, aber auch der natürlichen Verjüngung Platz gegeben.
Die letzte Etappe war der «Zauberwald» südlich der Gubristhütte mit vielen mächtigen Bäumen.
Am Schluss genossen wir den vom NVR spendierten Apero und waren froh, dass das Feuerverbot vor ein paar Tagen aufgehoben wurde, und es feine Cervelats gab.

Wir danken Thomas Hubli für diesen spannenden Einblick in unseren Gubristwald.