Amphibienanlass 22.3.2026

Kleine Helfer für kleine Hüpfer

Bilder von Nathalie Marugg und Anna-Lena Wahl. Text (unten) von Anne-Lena Wahl

Der erste Familienanlass des Naturschutzvereins zum Thema Amphibien im Frühling am 22. März war gut besucht. Trotz früher Stunde trafen sich 9 Familien unter den Linden in Regensdorf. Von dort aus führten Anne-Lena und Stefanie die Gruppe in den Gubristwald, wo es viel zu entdecken gab. Ein erster Stopp wurde am neue Bienenparadies am Weiningerweg des Pflanzgartenvereins gemacht. Die grosse Sandlinse dient als Nistplatz für verschiedenste bodennistende Wildbienenarten und auch im Totholz können Bienen Unterschlupf finden. Die noch kleine einheimische Wildsträucher-Hecke lockt mit einem ersten Nahrungsangebot. Beim Pfadiheim schauten wir einen Baumquerschnitt an. Narben und Unregelmässigkeiten erzählten von seiner Geschichte. Frisch angelegte Häckselhaufen und Asthaufen warten drauf von verschiedensten Reptilien und Insekten bezogen zu werden.

Im Wald, dem Sommerlebensraum der Tiere angekommen, besprachen wir die vorkommenden Amphibienarten Grasfrosch und Erdkröte. Ist nun der Laubfrosch grün, oder der Grasfrosch? Wer weiss es? Mit uns unterwegs waren auch 3 Kröten, die sich auf dem Rückzug vom Weiher in den Wald befanden. Sie wurden vor der Veranstaltung aus den Kübeln des Amphibienzauns bei Harlacher Weiher geborgen. Sie sind die Nachhut des grossen Amphibienzugs von mehr als 3000 Tieren, der aufgrund des milden Wetters am Harlacher Weiher für dieses Jahr schon so gut wie beendet ist. Für die Kinder war es eines der Highlights der Veranstaltung, eine Kröte auf die Hand zu nehmen, das kupferfarbene Auge eingehend zu betrachten.

Frühlingsblüher wie die Waldschlüsselblume, das Buschwindröschen und Bärlauch säumten den weiteren Weg. Lecker Bärlauch-Rezepte wurden ausgetauscht. Der Weg führte uns an die Weininger Strasse zum Ende des oberen Zaunabschnitts, wo wir in die Kübel schauten. Welch eine Überraschung, da sassen ja zwei Laubfrösche drin! Leider nicht echt, der Kübel war präpariert worden, um zu zeigen, wie es ist, wenn man den Amphibienzug betreut.

Mit der Strasse im Blick besprachen wir gemeinsam die Gefahren und Hindernisse im Leben von Amphibien. Fazit: küsswütige Prinzessinnen sind eine kleine Gefahr im Vergleich zu Strassen, Gullis, Schächten, Eulen und der intensiven Nutzung der Landschaft. Dann sahen wir endlich den Weiher, das Laichgewässer der lokalen Amphibienpopulation. Begleitet von einer kalten Biese gingen wir zum Hangried am Weidgang und über den Holenbach und wieder zurück zum Ausgangspunkt unter den Linden. Nach einer kräftigen Stärkung mit Most, Weggli, Schoggi und Äpfeln jagten Graureiher im Schnürlischritt hüpfende Frösche über den Platz. Beim Fangis spielen wurden allen nochmals richtig warm. Beim Abschlussquiz waren alle erstaunt, wie viel sie über Amphibien gelernt haben.